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Das war : Ausflug Tachenhausen und Dapfen
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Hochgeladen von Weisshaar-Elzmann, Beate am 25.06.2010 08:40 (38 x gelesen)
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Was haben wir doch Glück gehabt. Das war sicherlich einer der ersten Gedanken am Morgen danach, als es mal wieder Bindfäden regnete!
Wir LandFrauen hatten letzten Donnerstag wieder einen rundum schönen Tag erlebt.
Gestärkt durch ein zweites Frühstück, Butterbrezeln mit Kaffee, haben wir im Hofgut Tachenhausen eine kleine Gartenschau bewundern dürfen.
Nicht nur die vielfältige Pracht des Rosengartens, der Bewunderung auslöste mit seinen Kleinstrauchrosen, Beetrosen, den großen Strauchrosen, etlichen historischen Sorten und einem Sortiment von Wildrosen. Auch das große Beet mit den verschiedensten Pfingstrosen konnte sich sehen lassen.
Geordnet nach den jeweiligen Lebensbereichen haben wir ca. 1100 verschiedene Staudenpflanzen betrachtet. Standortfaktoren, wie Sonne, Halbschatten oder Schatten, oder die Bodenbeschaffenheit, Pflanzerde, Sand, Steine und Moderhumus, an alles wurde gedacht.
Klar, dass so eine Vielfalt an Blumen für Gesprächsstoff und Erfahrungsaustausch sorgte. Egal wie groß der eigene Garten ist, Anregungen für die nächste Bepflanzung gab es mehr als genug.
Die Weiterfahrt durch das lauschige Tiefenbachtal gab Einblicke in eine fast unberührte Landschaft. Doch wir wollten jetzt nicht Spaziergehen, es war Zeit zum Mittagessen.
Der Geheimtipp „Gasthaus Lamm“ in Hengen bei Urach war gut. Wir waren nicht nur vom schnellen und netten Service einer gut bürgerlichen Gaststätte, sondern auch von deren guter Küche begeistert.
Nun waren wir gespannt was sich hinter dem Begriff “Genusskultur im großen Lautertal“ verbirgt. Direkt an der Straße in Gomadingen-Dapfen, im alten Lagerhaus, fanden wir eine Seifenmanufaktur, in der Seifen, Körperbutter und Badeöle aus hochwertigen pflanzlichen Ölen angereichert mit verführerischen Düften hergestellt werden.
In der Chocolaterie kreiert die Konditormeisterin köstliche Pralinen, darunter viele aus regionalen Produkten wie Kräutern, Essigen oder Weinen, sowie die verschiedensten Tafeln aus edlen Plantagenschokoladen.
Natürlich haben wir uns beide Gewerke fachmännisch erklären lassen.
So erfuhren wir, dass die ersten Seifenrezepte bereits auf Keilschrifttafeln der Sumerer vor fast 5000 Jahren aufgeschrieben wurden. Die Ägypter verwendeten die Seife als Kosmetikum in Form von Salben, die auf dem Körper verteilt und dann zusammen mit Schmutz und Schweiß wieder abgekratzt wurden. Pflanzenöle und tierische Fette wurden mit natürlichem Natriumkarbonat oder Pflanzenaschen verrieben. Verwendet wurden diese Mischungen aber auch als Heilmittel gegen Gicht und Würmer sowie als Mittel zum Filzen der Wolle.
Araber verkochten dann im 7. Jahrhundert erstmals Öl und Lauge miteinander und schufen somit die Seife in ihrer heute bekannten Form. Rasch breitete sich dieses Wissen über Europa aus. Frankreich und Spanien gehörten später zu den Zentren der Seifenherstellung bzw. des Seifensiedens
Im Verkaufsraum konnten wir dann den Düften der verschiedenen Seifen auf die Spur kommen und unseren Vorrat an Seifen, die nicht nur reinigen, sondern auch pflegen, etwas ergänzen.
Und noch einmal kamen all unsere Sinne zum Einsatz: - Sehen, Hören, Riechen und Schmecken. In der Chocolaterie wurden wir anschließend von einem ganz anderen Duft umgeben. Schokolade, bzw. Kakao in Reinkultur. Auch hier konnten wir sehr viel Neues erfahren.
Die Kakao-Bohne ist sehr wertvoll, weil man aus ihr die zwei wichtigsten Produkte gewinnt, die man auch zur Herstellung von Schokolade braucht: Kakaomasse und Kakaobutter. Nach dem Trocknen wird diese gereinigt und geröstet. Dabei entstehen das typische Aroma und die braune Farbe. Die Schalen werden entfernt und die Bohnen werden in großen Kakaomühlen zu einem dickflüssigen Brei, der Kakaomasse, zermahlen. Aus dieser Masse kann ein wertvolles Öl, die Kakaobutter, abgepresst werden. Die Kakaomasse wird mit etwas Kakaobutter und Zucker vermischt und danach gewalzt. Wenn man Milchschokolade möchte, muss man noch Milch- oder Sahnepulver zugeben. Und nun wird gerührt! Dabei verliert die Schokoladenmasse ihren noch eher bitteren Geschmack und wird geschmeidig. Für schokoladigen Glanz und zarten Schmelz muss besonders langsam, stundenlang und bei niedrigen Temperaturen gerührt werden.
Wie dann die feinen Pralinen und Schokoladetafelnkreationen und Verzierungen entstehen wurde uns plakativ anhand der verschiedenen Formen und Werkzeugen gezeigt.
Auch hier konnten wir aus einem verlockenden Angebot auswählen und allerbeste Schokolade mit nach Hause nehmen.
Noch war etwas Zeit für eine köstliche Tasse Kaffee oder Kakao und ein Stückchen aus dem verlockenden Kuchenangebot, um danach gestärkt und gut gelaunt die Heimfahrt anzutreten.
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